Book Review - "Atomic Habits" von James Clear



“million copy bestseller”

“must-read”

“life-changing”

Weltweit hat das Buch großartige Rezensionen bekommen und begeistertes Feedback. Natürlich haben wir es uns entsprechend auferlegt, das Buch für Euch zu lesen und zu reviewen.

Darum geht es

In diesem Buch erklärt James Clear, wie man es schafft, seine Muster der Gewohnheiten zu durchbrechen. Dabei betont er vor allem die Bedeutung winziger Veränderungen, die wir leichter in unser Leben einbauen können als große Transformationen. Wie aus einer täglichen Verbesserung von 1% etwas Größeres werden kann als eine einmalige 50% Verbesserung und wie die kleinen Gewohnheiten („Atomic Habits“) einen großen Einfluss gewinnen – das ist das Geheimnis des Buches. James Clear gibt konkrete Tipps, wie wir uns von unserem schlechten Verhalten befreien, gute Gewohnheiten entwickeln und schließlich zum Architekten unseres Lebens werden können.


Hier in Kürze unser persönlicher Eindruck:


  • Hätte komprimierter sein können

  • Wiederholt sich, um in wirklich allen Köpfen zu landen

  • Die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel sind super

  • Teils sehr „amerikanisch“, reißerisch formuliert

  • Praktische Ansätze, die im Alltag direkt umsetzbar sind

  • Inspiriert, sich zu hinterfragen und auch Kindern die Bedeutung von Gewohnheiten beizubringen

  • Das Modell ist kompakt und verständlich

  • Empfehlenswert für alle, die gewillt sind, sich weiterzuentwickeln



Das überrascht

Besonders spannend fanden wir dabei folgende Ansätze, wobei uns selbst auffiel, dass wir die Tipps stärker auf unser privates als unser berufliches Leben bezogen haben:

Ben: Denke nicht nur an das Ziel, sondern triff jeden Tag bewusste Entscheidungen, das System zu verändern, auch in kleinen Schritten!

Beispiel: Statt sich Silvester vorzunehmen, mehr Sport zu machen, überwinde Dich lieber jeden Tag, 2 km zu laufen. Später wird es automatisch mehr, schleicht sich ein und wird zur Gewohnheit.


Paul: Schaffe dir selbst sozialen Druck, um deine Motivation hoch zu halten!

Beispiel: Challenge mit Freunden über Fitness-App, um den Fortschritt zu tracken und Erwartungshaltung der Freunde zu erfüllen.


Lena: Deine Gewohnheiten formen deine Identität! So wird es leichter, bestimmte Verhaltensweisen an den Tag zu legen, wenn diese mit der eigenen Identität gekoppelt sind.

Beispiel: „Ich bin ein Vegetarier“ erleichtert den Verzicht auf Fleisch.


Anne: Gestalte dein Umfeld entsprechend deiner gewünschten Verhaltensweisen, statt sie nur passiv zu konsumieren. Beispiel: Ein sichtbarer Wasserspender am Arbeitsplatz kann dafür sorgen, mehr zu trinken und der Besuch eines neuen Supermarktes, bewusster einzukaufen.



Im Hinblick auf die aktuelle Situation

Doch jetzt, in den ungewöhnlichen Zeiten von COVID-19, finden wir folgende Fragestellung besonders spannend:


Welche Bedeutung gewinnt das Buch „Atomic Habits“ in Zeiten von Corona-bedingter Isolation, Home-Office und dem Angewöhnen eines neuen, täglichen Rhythmus?


Welche Möglichkeiten eröffnen diese teils als „formlos“ empfundenen Tage, in denen die bisherigen Gewohnheiten gebrochen werden? Jetzt, wo antrainierte Routinen unnötig werden, feste Termine abgesagt werden und etablierte Gewohnheiten hinterfragt werden, werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Tipps von James Clears Scorecard:

Die Scorecard soll eine einfache Übung sein, um herauszufinden, welche Gewohnheiten man ändern sollte bzw. möchte. Probier‘ es doch mal aus:


  1. Erstelle eine Liste deiner täglichen Gewohnheiten

  2. Bewerte jedes einzelne Verhalten und frage Dich: "Ist das eine gute Gewohnheit, eine schlechte Gewohnheit oder eine neutrale Gewohnheit?“ und schreibe entsprechend +, - oder = daneben. Wenn das schwer zu beantworten ist, frage Dich „Hilft mir dieses Verhalten, der Typ Mensch zu werden, der ich sein möchte?“


Auf diese Art und Weise kann man seine Gewohnheiten danach kategorisieren, wie sie einem langfristig zugutekommen.

Wir haben das exemplarisch für Euch angefangen - am fiktiven Beispiel von den Personen A, B und C, die gewöhnlich die gleiche Morgenroutine hatten, bringt Corona unterschiedlichste Verhalten hervor:



Abschließend können wir dem Zitat von James Clear nur zustimmen:

“Success is the product of daily habits—not once-in-a-lifetime transformations.”

Das erkennen wir nicht nur in unserem persönlichen Alltag, sondern auch in der Transformation von Unternehmen. Auch in Organisationsentwicklungen und Change Projekten glauben wir an die Validität dieser Aussage.


Wie siehst Du das? Wir freuen uns auf den Austausch!


Wir unterstützen den lokalen Buchhandel und bestellen unsere Bücher on- und offline bei der Buchhandlung Stojan


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